Informationen zu Konzerten, Produkten und Lehrtätigkeiten von Johannes Tappert
Email: johannes(at)tappert.de - Telefon: +49 160 552 02 95

23. Sylter Gitarrenseminar 2011


Termin:
08.-15.10.2011

Ort:
Westerland auf Sylt

Kursinhalte:
- Einzelunterricht
- Kammermusik
- Technikseminar
- Gitarrenbauerausstellung
- Methodik/Didaktik
- Abschlusskonzert

Eröffnungskonzert:
mit Johannes Tappert
Keitum, Kirche St. Severin, Samstag, 08.10.11, 20:15 Uhr

Zu Gast:
Wird wie schon oft ein Gitarrenbauer sein. Welcher steht noch nicht fest, wird aber demnächst an dieser Stelle zu lesen sein.

Abschlusskonzert:
der Teilnehmer
Westerland, Kirche St. Nicolai, Freitag 14.10.11, 20:15 Uhr

Dozenten:
- Prof. Albert Aigner
- Peter Lohse
- Norbert Scheewe
- Johannes Tappert

Veranstalter:
Johannes Tappert in Zusammenarbeit mit dem DTKV, Ortsverband Lübeck und der Kreismusikschule Nordfriesland auf Sylt

Weitere Informationen:
Link zur Website "Sylter Gitarrenseminar"
Info gerne auch unter
0160- 552 02 95.

Anmeldung:
Die Ausschreibung kann bei mir per Email angefordert werden.

Gitarrenseminar im Bildungshof "Akzent" in Balje 2011

Gitarrenseminar im Haus mit der besonderen Atmosphäre in Balje "Am Deich".

Termin:
2.-5.6.2011

Ort:
Bildungshof Akzent
Süderdeich West 4
21730 Balje
Tel. 04753- 269

Zielgruppe:

Der Kurs richtet sich an alle klassischen Gitarristen ... die gerne Unterricht "nach Maß" haben möchten.

Es gibt keine festen Unterrichtszeiten: jeder bekommt so lange oder so oft Unterricht wie er (oder sie) will oder kann.
Jeder kann sich auch wünschen, welche Form des Unterrichts er/sie haben möchte: Einzelunterricht unter vier Augen, Unterricht im Forum (alle anderen hören zu und sind vielleicht auch beteiligt), nur Kammermusik, Coaching in Sachen Blattspiel oder "wie mache ich Fingersätze", oder jede andere Idee.

Ganz sicher werden wir über das Stimmen einer Gitarre ohne Stimmgerät sprechen, aber auch, wie man das elektonische Helferlein sinnvoll einsetzen kann und auf Wunsch könnte es auch Dinge geben wie ein tägliches Technikprogramm, Tipps oder Training zum Üben, Literaturkunde für Lehrer, usw.

Kursinhalte:
- Einzelunterricht
- Ensemblespiel
- Gitarrestimmen mit und ohne Stimmgerät
- Technikseminar u. a.
- Forumsunterricht


Kosten:
165,- Euro
Darin enthalten: Übernachtung, Frühstück, Kaffee und Kuchen, Abendessen und alle Angebote des Kurses.

Anmeldung und Informationen:
Die Ausschreibung bei mir per Post oder Email angefordert werden. Nähere Informationen gerne auch unter 0160- 552 02 95.

Kurs im Rahmen des 4. Hamburger Gitarrenfestival 2010



Kleine Nachlese

In diesem Jahr war ich wieder als Dozent dabei und zusätzlich hatte ich 19 Gitarren aus dem 19. Jahrhundert für eine Ausstellung dabei. Nach dem Unterricht am Samstag, der sehr geballt stattfand blieb mir sehr wenig Zeit, meine Ausstellung zu betreuen. Dafür war es dann am Sonntag umgekehrt, so dass mir Zeit blieb, die vielen Fragen zu den alten Instrumenten zu beantworten. Über das große Interesse war ich angenehm überrascht und die perfekte Organisation des Festivals ließ es auch zu, dass man jede freie Minute mit den Besuchern am Stand verbringen konnte. Der Dank dafür gebührt Christian Moritz und seinem Team!

Drei Besucher brachten gleich ihre eigenen Schätze mit, und so konnten wir eine Thielemann (1813), eine Panormo (um 1840), eine Thumhart (1842) und eine Hauser (1912) als "Gäste" mit meinen Gitarren vergleichen. Ich habe mich sehr gefreut über eine ganze Reihe "moderner" Gitarrenbauer, die sich die alten Preziosen angesehen haben und trotz ihres eigenen Standes Zeit hatten für ein Pläuschchen.

Nette Geschichte am Rande:
Eines meiner Instrumente, eine anonyme Gitarre, die um 1820 wohl in Wien gebaut wurde ging nach dem Festival direkt in den Besitz des Germanischen Museums in Nürnberg über. Der Kontakt für diese Transaktion wurde während des Festivals gelegt. Es war aber auch eine Besonderheit: Die sehr kleine (rucksacktaugliche) Gitarre hat ein österreichischer Soldat im ersten Weltkrieg mit an die Front genommen und ca. 15 Personen habe sich auf dem Boden und dem Zargen mit Gedichten, Prosa oder auch nur mit ihrem Namen und oft auch mit Ort und Datum verewigt. Von 1917 bis zum Kriegsende 1918 kann aufgrund dieser Einritzungen den Weg einer Garnison im Alpenkrieg nachvollziehen. Die Gitarre, die mit nicht allzuviel Aufwand zu restaurieren gewesen wäre, ist damit ein ziemlich einzigartiges Dokument und gehörte meiner Meinung nach nicht in meinen Privatbesitz, sondern in die Ausstellung eines renomierten Museums. Schön, dass das so schnell geklappt hat.

Leider habe ich wenig von den musikalischen Events des Festivals mitbekommen, aber von überall her hörte ich nur Positives und das war auch mein Eindruck: eine rundherum gelungene Veranstaltung!



Redaktion: Johannes Tappert