Informationen zu Konzerten, Produkten und Lehrtätigkeiten von Johannes Tappert
Email: johannes(at)tappert.de - Telefon: +49 160 552 02 95

Kammermusikpartner:



Duo Sonaria


KERSTIN ROSENFELDT
- Altistin

JOHANNES TAPPERT
- Laute
- Biedermeiergitarre
- Torresgitarre


Die ungewöhnliche stimmliche Bandbreite und das wunderbare Timbre der Altistin Kerstin Rosenfeldt hat mich von Anfang an fasziniert. Von meinem instrumentalen Angebot als Begleiter inspiriert hat sich Kerstin Rosenfeldt drei Genres erarbeitet: Englische Renaissance, Deutscher Biedermeier und zeitgenössische, Deutsch- und Spanischsprachige Lieder.


John Dowland, Franz Schubert und Manuel De Falla sind hier stellvertretend zu nennen. Die fremdsprachigen Texte können - je nach Konzertanlass - übersetzt, kommentiert und mit Hintergrundwissen erläutert werden oder auch als Musik pur präsentiert werden.


Bitte informieren Sie sich auch auf der Website von Kerstin Rosenfeldt

Projekt Rhönquartett:



Gitarren-Quartett in ungewöhnlicher Klangdimension


ANDREAS STRASSER
- Oktavgitarre

JOHANNES TAPPERT
- Terzgitarre

JAREK KANTORSKI
- Primgitarre

LUDGER UNLAND
- Quintbassgitarre



Zum Hintergrund dieser Besetzung:

Gitarrenquartette mit verschieden großen Gitarren war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eher der Normalfall. Allerdings wurden in den bekannten Quartetten, wie dem Henze-Ensemble in Berlin und dem Münchener Gitarrenquartett keine Oktavgitarren verwendet. Der Grund könnte sein, dass die Qualität der kleinsten Ausgabe von Konzertgitarren damals qualitativ noch nicht mit den besten Instrumenten der anderen Größen mithalten konnte. Nur im Henzequartett wurden gelegentlich Oktavgitarren, dann allerdings mit Stahlsaiten besaitet als Klangfarbe eingesetzt. Gitarrenquartette mit vier gleichen (Prim-)Gitarren gab es damals auch, waren aber dem Farbenreichtum der anderen Ensembles weit unterlegen und spielten deshalb keine tragende Rolle.

Oktavgitarren sind heute wahrscheinlich die am meisten eingesetzten Sondergrößen in Gitarrenensembles. Vieles spricht für sie: sie sind preiswert, leicht zu spielen und die Stimmen müssen nicht umgeschrieben werden. Ähnliches gilt für Oktavbassgitarren, die ebenfalls weit verbreitet sind, obwohl hier der Gitarrenbau an seine natürlichen Grenzen gerät: es gibt so gut wie keinen Oktavbass, der auf der tiefsten Saite (E') noch brauchbar klingt. Terzgitarren und Quintbassgitarren aber sind eher seltene Instrumente und müssen auch meist extra angefertigt werden. Nur wenige Hersteller bieten solche Sondergrößen in Serie an.

Die Instrumentierung des Röhnquartetts hat also nur teilweise historische Hintergründe. Der Effekt der besseren musikalischen Durchsichtigkeit als beim Quartett mit vier gleichen Gitarren ist aber der selbe wie vor hundert Jahren.
Die Weiterentwicklungen des modernen Gitarrenbaus bieten heute völlig andere Nutzungsmöglichkeiten für die Sondergrößen bei klassischen Gitarren. Von einzelnen Herstellern werden Oktavgitarren angeboten, die mit jeder guten Konzertgitarre mithalten können. Allerdings kosten diese Edeloktavgitarren in der Regel um 1500,- Euro (und sind damit eigentlich noch preiswert. Der Bauaufwand ist der selbe wie bei den "großen"). Terzgitarren werden auch wieder häufiger angeboten - eine kurze Suche im Internet zeigt das. Auch hier lohnt es sich, nicht nach dem Preis zu schielen: es gibt enorme Qualitätsunterschiede und selbst mittelgute Terzgitarren gehen aufgrund ihrer Lage in der Mitte des Ensembles klanglich leicht unter. Quintbässe sind nur vereinzelt im Angebot. Doch die wenigen sind recht gut. Herausragend die von Hermann Gräfe.


Intention des Projekts Röhnquartett

Ich möchte mit diesem Projekt in der Praxis zeigen, dass diese klanglich breit gefächerte Besetzung auch heute sinnvoller ist, als die gewohnte Gitarrenquartettbesetzung mit vier Primgitarren.
Im Zeitalter der preiswerten Notensatzprogramme ist es kein Problem mehr, die gängige Literatur für vier Primgitarren mit neuen Stimmen zu versehen, die transponiert geschrieben sind und die Les- und Spielbarkeit für Jedermann ermöglichen. So gut wie jedes Werk für vier (Prim-)Gitarren lässt sich umschreiben und in den meisten Fällen sink der Schwierigkeitsgrad der Einzelstimmen (vor allem der hohen Stimmen), weil plötzlich alles in der ersten oder zweiten Lage spielbar wird.

Sogar die (originalen) Quartette von Moreno Torroba, die komplexe Anforderungen an die einzelnen Spieler stellen, sind durch die transponierten Stimmen in der O-T-P-Q-Besetzung leichter spielbar.

Unser Repertoire geht von speziell für das Röhnquartett erstellten Bearbeitungen, z. B. Consortmusik von John Dowland, Ragtimes von Scott Joplin, Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier bis hin zu transponiert geschriebender Standardliteratur, darunter eben auch die "Estampas" von Moreno Torroba.

Demnächst werden wir das Ergebnis unserer Bemühungen auf einer CD dokumentieren.



Gitarrentrio:



'Die Drei Biedermeier'

THOMAS MÜLLER-PERING
- Biedermeiergitarre

JOHANNES TONIO KREUSCH
- Biedermeiergitarre

JOHANNES TAPPERT
- Biedermeiergitarre


Drei Liebhaber alter Gitarren haben sich zusammengetan, um die Werke für drei Gitarren der Wiener Klassik in einem angemessenen Klangbild wieder entstehen zu lassen. Mit Thomas Müller-Pering habe ich schon 2006 eine CD mit zum Teil noch unveröffentlichten Duos von Anton Diabelli eingespielt. Johannes Tonio Kreusch ist vor kurzem zu uns gestossen und ist der kongeniale 'dritte Mann' in dieser Runde.


Das Besondere ist, dass es einzelne dieser Triowerke zwar in Einspielungen gibt, vereinzelt auch auf Biedermeiergitarren, doch bis heute gibt es keine Aufnahme mit originalen (und nicht 'modern' kopierten) Gitarren aus der Zeit von Diabelli, Sor und Giuliani.

Vier Werke für drei Gitarren von Anton Diabelli, Zani de Ferranti, Antoine Lhoyer und Filippo Gragnani werden hoffentlich bald in einer hochwertigen Aufnahme erhältlich sein. Die Einspielung ist schon länger geplant, scheiterte aber bisher am Fehlen eines bestimmten Instrumentes: für die originale Fassung des Gitarrentrios op. 62 von Anton Diabelli werden eine QUART-, eine Terz- und eine Primgitarre benötigt (bisherige Einspielungen fanden alle mit zwei Terzgitarren + Primgitarre statt).
Seit einigen Monaten bin ich im Besitz einer seltenen Quartgitarre, die klanglich unseren Ansprüchen genügt und die hervorragend spielbar ist - ein Muss für den technisch sehr anspruchsvollen Part der 1. Gitarre im Diabelli-Trio. Das Projekt kann also starten.


Redaktion: Johannes Tappert