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Stefan Weitz
Die Intonation auf der Gitarre
Diplomarbeit an der Musikhochschule Lübeck, Mai - 2000


Einleitung


Der Begriff der Intonation hat in der Musik verschiedene Bedeutungen, auf die jedoch hier im Einzelnen nicht weiter eingegangen wird. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich allein mit der Intonation als Tonhöhenkorrektur, bezogen auf die Klassische Gitarre, wie wir sie seit Antonio de Torres kennen.
Den Anstoß zu der Beschäftigung mit dieser Thematik habe ich aufgrund eigener Erlebnisse und Erfahrungen erhalten. Einerseits waren es negative Erfahrungen bei Gitarrenkonzerten und CD-Einspielungen, wo die Intonation oft zu einer absoluten Nebensächlichkeit degradiert wird, andererseits waren es Begegnungen mit qualifizierten Musikern, etwa John Williams, die der Intonation einen hohen Stellenwert einräumen.
Die Beschäftigung mit der für die Thematik relevanten Fachliteratur lässt bereits eine Ursache für die Vernachlässigung der durchaus nicht nebensächlichen Beschäftigung mit Intonationsproblemen erkennen: Da die Gitarre kein Orchesterinstrument ist, erscheint sie auch kaum in Intonationslehren. Selbst in Gitarren-Fachzeitschriften spielt die Intonation nur eine stiefmütterliche Rolle. Die Schuld an der allgemeinen Unkenntnis über die Bedeutung der Intonation resultiert größtenteils auch auf ihrer weitgehenden Ignorierung in den vielfach verbreiteten Gitarrenschulen.
Aufgrund der dürftigen Literaturlage - nur wenige Artikel in den von mir eingesehenen Fachzeitschriften beschäftigen sich mit der Intonation - war es erforderlich, eigene Versuche anzustellen, um nachzuweisen, dass es durchaus Möglichkeiten zur Verfeinerung der Intonationstechniken gibt. Ein wesentliches Ziel der Arbeit ist natürlich auch die Vermittlung von Kenntnissen über Intonationsprobleme auf der Klassischen Gitarre.


Redaktion: Johannes Tappert